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1. Mai 2020: Wir brauchen keinen einmaligen Bonus

"Mehr Geld für die Menschen im Gesundheitssystem"

Sicher könnte ich das jetzt so stehen lassen und in das gleiche Horn wie die meißten anderen stoßen. Es ist ja auch richtig. Aber eben auch nur wieder eine Symptom was wir bekämpfen.

Trotz ständiger Bemühungen und Branchenspezifischer Lösungen gibt es noch einen Unterschied zwischen Ost und West, zwischen Frauen und Männern. Noch immer bekommen die nun oft zitierten "syetemrelevanten Berufe" zu wenig, Zahlenschubser hingegen wissen nicht wohin mit ihrem Geld. Die Schere öffnet sich immer weiter.

Wenn wir weiter uns aufreiben Lösungen Stück für Stück für jeweils <1% der Menschen zu finden, erreichen wir nie den Punkt, an dem es allen gut geht.

Also nein, wir brauchen keinen einmaligen Bonus für das Gesundheitswesen. Wir brauchen keine branchenspezifischen Mindestlohn. Wir brauchen keine Entlastung der größten Unternehemen und reichsten Menschen in der Hoffnung sie geben das gesparte Geld freiwillig irgendwann einmal ab.

Was wir brauchen, und da bin ich mir sicher, ist ein faires Steuersystem mit Spitzensteuersatz der sich an 100% annähert, eine Vermögensabgabe für Super-Reiche und eine Steuerentlastung für Arbeitnehmer*innen. Wir brauchen ein gesichertes Mindesteinkomen für jeden von dem man Leben kann. Wir brauchen ein Grundeinkommen.

Und bei all dem dürfen wir auch nicht vergessen was wir noch brauchen: den geschlossenen Kampf gegen den Neonazismus in der BRD, in Europa und der Welt. Wir brauchen internationale Solidarität.

Kurz um: Wir müssen - besonders in der Krise und auch sonst - daran arbeiten, dass jeder unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Elternhaus, Alter, Brufswahl, körperliche Merkmalen, Glaubenszugehörigkeit, Sexualität und allen andern Eigenschaften überall gut Leben kann. In Deutschland, in Europa und in der Welt.

In diesem Sinne: euch allen einen schönen 1.Mai