Mastodon Videoüberwachung in Chemnitz | Texte - Christian Neubauer
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Videoüberwachung in Chemnitz

Die ersten Kameras in der Innenstadt hängen. Mehr Sicherheit ist doch gut oder?

420000 EURO (1) direkt von der Stadt aber insgesamt 800000 EURO (2), zählt man die Kosten der Städtischen Unternehmen hinzu ... Was hätte man nicht alles schönes machen können mit dem Geld.

Mehr Sicherheit? Von wegen. "Sicherheit" ist mittlerweile zu einem Kampfbegriff wie "Arbeitsplätze" und "Terror" verkommen. Man reizt Emotionen hervor und wirft mit den Hunderttausenden nur so um sich.

Und es wird noch besser. Man beschloss eine Vorlage (1), die hätte ungenauer nicht sein können. Nur keine Details, sonst fragt noch jemand.

Ach und Funfact am Rande: Die Ausschreibung zur Überwachung war vor dem Stadtratsbeschluss schon lange vorbei. Die Firma war beauftragt und alles geplant. Nur wussten das die Stadträte gar nicht.

Schöne Demokratie, in der Menschen wie Herr Runkel im Hinterzimmer mit Geld um sich werfen, Firmen beauftragen und dann nur der Form halber mit ein paar Brocken an Informationen die Stadträte zu emotionalen Entscheidungen drängen.

Das Abstimmungsergebnis zeugt davon, dass jede Menge Informationen nicht öffentlich sondern hinter verschlossenen Türen gehandelt wurden. Wer würde sonst einem solchen Papierfetzen der kürzer ist als ein Schulaufsatz zustimmen, wenn es um solche Geldmengen geht.

1) http://session-bi.stadt-chemnitz.de/vo0050.php?__kvonr=6973111&voselect=104091

2) https://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/ZSCHOPAU/Was-die-Videoueberwachung-in-Chemnitz-leisten-soll-artikel10212320.php