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Der Tag danach

Der Tag nach der Wahl. Seit dem das Ergebnis verkündet wurde hörte ich viel Unmut, "Analysen" wer da wie gewählt haben könnte und woran es wohl lag.

Einige Leute überlegen laut oder leise die Stadt zu verlassen, andere hin zu schmeißen. Wieder andere sind aber auf dem richtigen Weg:

JETZT ERST RECHT!

Ich gebe zu auch ich hatte mein Tief, doch so schlecht stehen wir nicht da. Im Gegenteil! Ja die AfD hat 17,91% geholt, und ja die neonationalsozialistische Partei Pro Chemnitz 7,39%. Das heißt aber auch fast 75% der Wähler aus Chemnitz haben sie nicht gewählt.

Es ist also keine rechte Übermacht der wir hilflos gegenüber stehen, es ist kein Untergang vor dem wir stehen, es ist ein Weckruf an alle. Denn es ist ein Erscheinung, die auch ein Ende haben kann.

Fünf Jahre können lang sein, in fünf Jahren kann viel passieren, und in diesen, nächsten fünf Jahren zählt jeder Tag und jeder Mensch. Es ist an uns allen diese Stadt weiter lebenswert zu erhalten und noch mehr zu machen. Es ist an uns allen die demokratischen Strukturen zu stärken und gemeinsam anzupacken. Es ist an uns allen jetzt noch mehr zusammen zu rücken und gemeinsam zu agieren für ein Chemnitz in dem sich alle Menschen wohl fühlen.

Denn nur weil sich die Bedingungen geändert haben, sind die Spielregeln noch die gleichen.

Mit uns alle meine ich dabei die Parteien, aber auch die Bündnisse, Vereine, Verbände und jeden demokratischen Menschen in der Stadt.

Gerade jetzt müssen die Parteien einen kleinen Schritt zurück treten, wenn es um eine Sache geht. Denn, wenn es ein Thema gibt, bei dem sich die Parteien (fast) einig sind, darf das Parteibuch keine Rolle mehr spielen - ganz egal, ob man nun bei anderen Themen derselben Meinung ist oder eben nicht.

Debattieren, Diskutieren und Streiten kann man sich später bei anderen Themen. Nicht jedoch dabei die Demokratie zu stärken und die Menschen der Stadt in diese einzubeziehen.

Es ist auch an der Zeit, dass die Stadtverwaltung klare Position bezieht, zusammen mit dem Stadtrat. Keine Toleranz den Intoleranten, so kann es nicht sein, dass in Chemnitz 2018 der dritte Weg uniformiert marschiert, ähnlich wie er es in Plauen zuletzt tat, und nun auch noch zu Gunsten der faschistischen Rechten Veranstaltungen zum Kindertag verschoben werden.

Hier muss eine klare Haltung gezeigt werden und auch mal die blauen Flecken die der anstrengende Kampf danach verursacht in Kauf genommen werden.

Aber es ist auch an den Menschen die bisher nicht oder nicht mehr politisch aktiv sind. Viele Parteien kämpfen mit sinkenden Zahlen. Weniger aktive Menschen, weniger Mitglieder insgesamt. Wer also jetzt unzufrieden ist und Bedenken um dieZukunft von Chemnitz hat: Schließt euch einer Partei an, helft mit zu Gestalten. Und nehmt die Chance wahr auch die Parteien weiter zu verbessern und neue Impulse einzubringen!

Es gibt so viele Möglichkeiten etwas zu bewirken. Bündnisse, Vereine und Parteien sind nur ein Beispiel.

"Hier und jetzt sind wir immer noch da Auch wenn der Weg noch nie zuvor so im dunklen lag[.]" ~Slime

Es ist an uns allen, aus Chemnitz mehr und mehr eine Stadt zu machen, in der Fachkräfte und Kreative leben wollen.

Es ist an uns allen, jetzt erst recht.